Das muss ein guter Gesundheits-Check leisten

Prof. C. Diehm

Regelmäßige Check-ups sind ein Muss, vor allen in fortgeschrittenem Alter. Doch welche Untersuchungen sind wirklich nötig? Ein Überblick.

 

Gott sei Dank hat es sich bei den Managern herumgesprochen, dass ein gesundheitlicher Check-up ab dem 50. Lebensjahr alle zwei bis drei Jahre ein Muss ist. Männer sind bei Vorsorgeuntersuchungen ja bekanntlich nachlässiger als Frauen – ein Grund dafür, dass die Lebenserwartung des männlichen Teils der Bevölkerung hinter jeder der Frauen hinterherhinkt.

Wie sinnvoll ein regelmäßiger Check-up ist, mag Ihnen folgendes Beispiel zeigen:

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Initiale Antikoagulation und verlängerte Sekundärprophylaxe nach venöser Thromboembolie

Dr. H. Lawall

Für welche Patienten, mit welcher Substanz und wie lange ?

Unter dem Begriff venöse Thromboembolie (VTE) versteht man die tiefe Venenthrombose (TVT) und die Lungenembolie (LE), entweder alleine oder in Kombination. Da Ursachen und Therapie in beiden Erkrankungsbildern nahezu gleich sind, spricht man sinnvollerweise von 2 Seiten der Medaille.

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Selbstoptimierung hat ihre Grenzen

Prof. C. Diehm

Fitnessarmbänder, Kalorien-Apps und Botox: Beim Kampf gegen Alter und Speck sind Führungskräfte ganz vorn mit dabei – und erleiden oft einen Burn-out.

 

Der Lifestyle der Postmoderne lautet: schlanger, schöner, fetter. Weg mit Speck an Bauch, Beinen, Po. Botox gegen die Falten, Testosteron gegen die Schlappheit. Die disziplinierte Arbeit an Körper, Geist und Seele lässt sich allerorts beobachten. Es wird vermessen, geschwitzt, gedopt.

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Der Hype um Vitamin D ebbt ab – zum Glück

Prof. C. Diehm

Hilft Vitamin D gegen Herzkrankheiten und Depressionen? Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es dafür keine Hinweise. Eine Überdosierung kann sogar schaden.

 

Das Ganze begann mit einem Kongress vor knapp zehn Jahren. Forscher präsentierten im Rahmen der Jahresversammlung der American Heart Association 2009 eine Beobachtungsstudie an mehr als 27.000 US-Amerikanern im Alter von über 50 Jahren. Es ging um die Häufigkeit von Herz-Kreislauf-Ereignissen über einen Beobachtungszeitraum von 1,3 Jahren.

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So minimieren Sie das Risiko eines Herzinfarktes

Prof. C. Diehm

Gesunde Ernährung, ausreichend Schlaf – alles bekannt. Doch es gibt noch einige weniger offensichtliche Regeln, um eine Herzattacke zu vermeiden.

Der Herzinfarkt ist nicht mehr der größte Feind des Managers. Das war vor 20 Jahren noch anders. Damals gehörte der  Infarkt in Wirtschaftszirkeln, ironisch gesagt, zum guten Ton, war ein Symbol der harten Arbeit und der Aufopferung für die Firma. Die Frage “Wieviele Bypässe und Stents haben Sie?” war Teil des Party-Smalltalks, so wie man sich heute von der letzten Marathonteilnahme erzählt.

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Alkohol – Genuss oder Gefahr? Das müssen Sie wissen

Prof. C. Diehm

Fördert ein Glas Wein am Abend die Gesundheit? Und wieviel Alkohol sollte man höchstens zu sich nehmen? Das sind die Fakten:

“An extra glass of wine a day will shorten your life by 30 minutes”, titelte der englische “Guardin” vor kurzem. Keine acht Wochen zuvor konnte man in der amerikanischen “Daily News” lesen, dass moderater Alkoholgenuss ein entscheidender Schlüssel für ein langes Leben sei. Beiden Meldungen lagen wissenschaftliche Studien zugrunde. Was denn nun?

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Ist Kaffee krebserregend? Warum Sie nicht in Panik ausbrechen sollten

Prof. C. Diehm

In den USA fordern Richter Warnhinweise auf Kaffeebechern. Ist der Konsum gefährlich? Aus wissenschaftlicher Sicht eher nicht. Trotzdem können Sie etwas für Ihre Gesundheit tun.

Kaffee erneugt Krebs. Diese Horrormeldung schwappte kürzlich von Kalifornien aus um die Welt. Richter im westlichen Bundesstaat der USA fordern die Kaffeehalskette Starbucks auf, ihre Produkte künftig mit einem Hinweis zu Krebsgefahren zu kennzeichnen. Die Regelung soll auch für über 90 weitere amerikanische Unternehmen gelte, darunter McDonald’s und Dunkin’Donats.

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Warum die Gefahr von Feinstaub überschätzt wird

Prof. C. Diehm

In der Diskussion um den Feinstaub durch Dieselautos werden die Fakten ideologisiert. Die Diesel-Verteufelung ist nicht gerechtfertigt.

Mit einer gewissen Irritation verfolge ich seit vielen Monaten die Diskussion um den Diesel und seine offenbar so verheerenden Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit.

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Sport im Alter verlängert das Leben

Prof. C. Diehm

Regelmäßiger Sport ist gut für den Körper. Sogar im Alter. Das belegt eine aktuelle Studie. Sie besagt, dass ältere Frauen, die regelmäßig trainieren, deutlich länger leben.

Inzwischen weiß wohl jeder, dass körperliche Aktivität gut für die Gesundheit ist und das Leben verlängert. Bisherige Studien zeigen, dass Menschen, die regelmäßig mindestens zweieinhalb Stunden pro Woche Sport betreiben, ein um 10 bis 30 Prozent niedrigeres Sterberisiko haben. Eine neue Studie kommt nun zu dem Resultat, dass sogar über 70-jährige Frauen durch regelmäßigen Sport ihre Lebenserwartung noch einmal deutlich steigern können.

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Vitamin A – besser sehen mit Karotten

Prof. C. Diehm

Vitamin A ist wichtig für die Sehkraft und das Wachstum. In einer gesunden Ernährung ist es ausreichend enthalten. Aber Vorsicht: Eine Überdosierung kann schwerwiegende Folgen haben.

Vitamin A ist – wie die Vitamine D, E und K – fettlöslich. Umgangssprachlich wird es häufig auch Retinol genannt. Streng genommen handelt es sich beim Vitamin A jedoch um eine Stoffgruppe, zu der neben Retinol beispielsweise auch noch Retina, Retinsäure und Retinylpalmitat zählen. Wer jetzt an die Retina, unsere Netzhaut im Auge denkt, liegt richtig, denn Vitamin A ist unter anderem wichtig für die Sehkraft.

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Legalisierung von Cannabis verharmlost die medizinischen Gefahren

Prof. C. Diehm

Aus medizinischer Sicht ist die Legalisierung von Marihuana fragwürdig. Die Risiken sind größer als die Chancen, vor allem für Jugendliche.

In Deutschland wird derzeit – wieder einmal – heftig über die Legalisierung von Cannabis gestritten. Die Diskussion ist relevant, handelt es sich bei Cannabis doch um die bei uns am häufigsten illegal konsumierte Droge.

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Acht Tipps, wie Sie Übergewicht in den Griff bekommen

Prof. C. Diehm

Viele Führungskräfte gelten als übergewichtig. Kein Wunder, wenn der Job stressig ist, bleibt wenig  Zeit für Sport. Und zur Belohnung gibt es abends noch ein opulentes Mehl. Aber was tun? Machen Sie bloß keine Diät!

Führungskräfte machen Sport, sie wissen um gesundes Essen, rauchen kaum noch und meiden abendliche Events, um ausreichend Schlaf zu bekommen.

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Abnehmen – warum Sport und weniger essen oft nicht ausreichen

Prof. C. Diehm

Ihr treibt Sport und habt Eure Ernährung umgestellt. Trotzdem wollen und wollen die Pfunde nicht purzeln. Wie kommt das?

Eines vorab. Wenn Ihr abnehmen wollt und dafür die alte Regel “Mehr Bewegung, weniger essen” befolgt, dann macht Ihr schon sehr viel richtig. Dass sich der erwünschte Erfolg langsamer einstellt als vielleicht erwartet, kann am Gehirn liegen.

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Vitamin A – besser sehen mit Karotten

Prof. C. Diehm

Vitamin A ist wichtig für die Sehkraft und das Wachstum. In einer gesunden Ernährung es es ausreichend enthalten. Aber Vorsicht: Eine Überdosierung kann schwerwiegende Folgen haben.

Vitamin A ist – wie die Vitamine D, E und K – fettlöslich. Umgangssprachlich wird es häufig auch Retinol genannt. Streng genommen handelt es sich beim Vitamin A jedoch um eine Stoffgruppe, zu der neben Retinol beispielsweise auch noch Retina, Retinsäure und Retinylpalmitat zählt. Wer jetzt an die Retina, unsere Netzhaut im Auge denkt, liegt richtig, denn Vitamin A ist unter anderem wichtig für unsere Sehkraft.

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Das gefährliche Revival der Zigarette

Prof. C. Diehm

Kaum steigt die Zahl der Nichtraucher nachhaltig, treibt die Industrie einen neuen Trend voran: Die vermeintlich harmlose E-Zigarette.

Hin und wieder schaue ich mir gern einen Filmklassiker an. Unfassbar, wie früher in vielen Streifen nahezu pausenlos geraucht wurde. Es gibt große Fortschritte, dem Gesundheitskiller Rauchen den Garaus zu machen.

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Die periphere arterielle Verschlusskrankheit

(P.Huppert, H. Lawall, G. Rümenapf, C. Diehm)

Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK) ist eine häufige, bevorzugt bei älteren Menschen auftretende Erkrankung die zu Verengungen und Verschlüssen der Becken- und Beinarterien führt. Sie wird meist durch die Arteriosklerose hervorgerufen.

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Blähungen – nur unangenehm oder ein Anzeichen für Schlimmeres

(C. Diehm)

Blähungen sind peinlich. Oft entstehen sie als direkte Folge der Ernährung. Sie können aber auch ein Anzeichen für eine ernste Erkrankung sein.

In den kommenden Zeilen geht es nicht um das, was wir alle kennen. Also – ganz platt formuliert – nicht um den abendlichen Bohneneintopf und die daraus resultierenden Folgen am kommen Tag. Vielmehr möchte ich Ihnen erklären warum wiederkehrende Blähungen entstehen, und dass sie durchaus ein Frühindikator für eine ernste Erkrankung sein können.

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Sitzen kann tödlich sein

C. Diehm

Langes Sitzen ist nicht gesund, das wissen wir. Wie schädlich es aber in Wirklichkeit ist, zeigen neue Studien. In den USA spricht man schon von der “Sitting Disease”. Einige praktische Tipps für den Büroalltag.

Es gehört zum medizinischen Allgemeinwissen, dass langes Sitzen die Ursache für Rückenschmerzen sein kann. Auch dass Bewegungsarmut Thrombosen und tödliche Lungenembolien begünstigt, dürften den meisten bekannt sein.

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So werden kalte Füße wieder warm

H. Lawall

Kalte Füße sind oft ein Problem – besonders im Winter, besonders für Frauen. Dicke Socken und feste Schuhe können helfen. Aber was taut Eisfüße langfristig wieder auf? Ein Experte weiß Antworten.

Gegen kalte Füße im Winter hilft ganz einfach ein: warm einpacken. “Für ausreichenden Schutz durch dicke Socken und festes Schuhwerk sorgen, ist die wichtigste Maßnahme”, empfiehlt Holger Lawall, Facharzt im Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Angiologie und Gefäßmedizin.

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Kochen ist gesund

C. Diehm

Wer selbst kocht, ernährt sich meistens gesünder. Und wer dann noch im Kreise der Familie isst, macht alles richtig.

Jeder kann sich ernähren, wie er will und nimmt damit direkt einen großen Einfluss auf seine Gesundheit. Denn eines steht unumstößlich fest: Eine Ernährungsweise, die dem Organismus gibt, was er braucht und vermeidet, was ihn schädigt, ist gesund.

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Körperliches Training senkt das Sterberisiko bei älteren Frauen

C. Diehm

Ältere Frauen, die regelmäßig körperlich trainieren, haben ein um 65% niedriges Mortalitätsrisiko im Vergleich zu Frauen, die kaum trainieren.

Dass körperliche Aktivität die Sterblichkeit beeinflusst, ist seit Langem bekannt. Aus frühere Studien wusste man, dass Probanden, die regelmäßig mindestens 150 Minuten pro Woche hart trainierten, ein um 10-30% niedrigeres Sterblichkeitsrisiko hatten.

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Herzinfarkt bei Frauen: Schlechtere Überlebenschancen

C. Diehm

Das Sterblichkeitsrisiko innerhalb des 1. Jahres nach einem Herzinfarkt liegt für Frauen 1,5 mal höher als für Männer. Das haben Ärzte der TU München in einer Studie festgestellt. Ursächlich wird diskutiert, dass Frauen nach einem Herzinfarkt wieder früher „ihren Mann stehen müssten“. Sie müssen schneller wieder funktionieren und sie haben häufiger offenbar Depressionen als Männer. Bekanntlich verschlechtern Depressionen die Prognose nach Herzinfarkten. Die Spezialisten der TU München fordern Hausärzte auf, ihren Patientinnen nach einem Infarkt besonders aufmerksam zu behandeln.

Frauen haben schlimmere Schlaganfälle/Vorhofflimmern

C. Diehm

Ein Register der österreichischen Schlaganfallkliniken (Stroke Units) zeigen, dass Frauen bei Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern schwerere Schlaganfälle bekommen als Männer. Das zeigte die Analyse anhand von 63500 Schlaganfallpatienten. Das weibliche Geschlecht stellt also einen Risikofaktor für die Entwicklung von Hirndurchblutungsstörungen infolge Durchblutungsnot (ischämischer Schlaganfall) dar. Ursächlich wird vermutet, dass Frauen vor dem Schlaganfallereignis seltener gerinnungshemmende Medikamente einnehmen. Da die Blutgefäße bei Frauen generell dünner sind als bei Männern, kommt es offenbar durch Gerinnsel zu Gefäßverschlüssen bereits am Abgang der Hirnschlagadern.

Verstopfte Nase: was hilft?

C. Diehm

Bei Erkältungen und Grippe kommt es häufig zu einer verstopften Nase. Das ist nicht nur tagsüber lästig, sondern auch in der Nacht kann es einem den Schlaf rauben.

Nasensprays und Nasentropfen helfen. Sie haben eine abschwellende Wirkung, aber wenn man sie dauerhaft nimmt, können sie auch massive Nebenwirkungen haben. Sie können die Schleimhäute austrocknen. Dadurch steigt auch die Infektanfälligkeit. Idealerweise sollte man deshalb Nasentropfen verwenden, die Dexpanthinol enthalten. Die Nasenatmung verbessert sich zusehends mit diesen Kombinationspräparaten.

Kaffee fördert nicht die Potenz des Mannes

C. Diehm

Kaffee ist in den letzten Jahren als Risikofaktoren für allerlei Krankheiten rehabilitiert worden. Jetzt wurde in einer Studie untersucht, ob Kaffee einen Einfluss auf die Manneskraft hat. Kaffee enthält gesundheitsfördernde Polyphenole, erhöht den Testosteronspiegel und verbessert auch die Durchblutung in den Arterien des Beckens.

Man sollte glauben, dass sich diese Effekte günstig auf die Erektion auswirken. Ärzte von der Universität Texas in Houston untersuchten anhand einer Studie mit 20000 Teilnehmern in einem mittleren Alter von 62 Jahren die Häufigkeit im Auftreten einer erektilen Dysfunktion/Potenzstörungen. Diese Störungen lagen bei 34%. Eine Assoziation mit der Menge des täglích getrunkenen Kaffees konnte nicht nachgewiesen werden.

Lit.: American Journal Epidemiol. 2017, online

Frühstück macht offenbar Gefäße gesund

C. Diehm

Wer auf das Frühstück verzichtet, riskiert möglicherweise die Entwicklung einer Arteriosklerose. Das ist das Ergebnis einer Studie, die beim amerikanischen Kardiologenkongress JACC 2017 vorgestellt wurde.

Wer das Frühstück am Morgen wegläßt, hat ein 1,5fach erhöhtes Risiko bzw. ein doppelt so hohes Risiko für eine generalisierte Arteriosklerose. Dieser Effekt zeigte sich unabhängig von anderen klassischen Risikofaktoren. Die Studie wurde an über 4000 Teilnehmern durchgeführt. Die Autoren sind der Auffassung, das ein hoher Energiekonsum am Morgen Risikofaktoren für Herzinfarkte und Zuckerkrankheit positiv beeinflussen kann, Kommentatoren geben aber zu bedenken, dass das Weglassen des Frühstücks ein Hinweis auf einen schlechten Lebensstil zeigen könnte.

Mittagsschlaf gegen Migräne

C. Diehm

Der Leidensdruck bei Migräne-Patienten ist enorm. Zudem erhöht Migräne das Schlaganfall-Risiko. Dabei  hilft schon ein kurzer Mittagsschlaf.

Eines gleich vorweg: Nicht jeder Kopfschmerz ist eine Migräne. Medizinisch unterscheiden wir verschiedenste Formen des akute, episodischen oder chronischen Kopfschmerzes, die vom Spannungskopfschmerz über den Clusterkopfschmerz bis zur Migräne reichen. Als besonders schwere Form sorgt Letztere für eine dauerhafte Beeinträchtigung der Lebensqualität der Betroffenen.

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Vitamin C – Der Booster für’s Immunsystem

C. Diehm

Für die einen ist es ein Wunder-Vitamin, das gegen fast alles hilft. Andere halten es für überbewertet. Wissenschaft und Forschung sind sich einig: Der Mensch braucht Vitamin C.

Der zweifache Nobelpreisträger Linus Launig war vor einem halben Jahrhundert der Überzeugung, Vitamin C helfe nicht nur gegen Erkältungen, sondern wirke unter anderem auch vorbeugend gegen Krebs. Er selbst soll viele Jahre lang viel zu viel des Vitamins zu sich genommen haben und wurde – geistig und körperlich fit – 93 Jahre alt. Ob das extrem überdosierte Vitamin C die Ursache dafür war, halte ich für fraglich. Fest steht: Vitamin C ist wichtig und gut für unseren Organismus.

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Hypochonder – Der eingebildete Kranke

C. Diehm

Hypochonder werden oft belächelt, denn sie – so heißt es – denken ja nur, sie seien krank. Dabei leiden sie real unter einer sehr ernsten Erkrankung: Der Hypochondrie.

Hypochonder, so sagt der Volksmund, werden alt. Warum? Weil sie wegen jedem Wehwehchen zum Arzt laufen und so immer perfekt durchgecheckt und behandelt sind. Doch das ist nur die eine Seite der sprichwörtlichen Medaille, denn Hypochondrie ist eine eigenständige Krankheit mit häufig sehr hohem Leidensdruck für die Betroffenen und nicht selten auch deren Angehörige.

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Herztod beim Skifahren

C. Diehm

Wer ohne entsprechende Vorbereitung auf die Skipiste geht, hat ein signifikant höheres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden. Das hat eine aktuelle Studie ergeben.

Sport ist gesund. Dem wird niemand widersprechen. Und im Winter ist es für fast 10 Millionen Deutsche das alpine Skifahren. Der Deutsche Skiverband DSV zählt knapp 7,5 Millionen aktive Alpin-Skifahrer und 2 Millionen Snowboarder in Deutschland. Doch während alle von ihnen vom Risiko möglicher Frakturen bei Stürzen wissen, ist kaum bekannt, dass das antrainierte Skifahren auch zum Herzinfarkt führen kann.

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Feinstaub macht Streß

C. Diehm

Bei hoher Feinstaubbelastung waren in einer aktuellen Studie die Stresshormone deutlich erhöht. Auch der Blutdruck war höher. Es gab deutlich mehr Hinweise im Organismus für Entzündungsreaktionen. Das erklärt wahrscheinlich das hohe Herz-Kreislauf-Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle bei erhöhter Feinstaubbelastung.

Schlechter Schlaf schädigt das Herz

C.Diehm

Japanische Ärzte haben den Zusammenhang zwischen schlechtem Schlaf und dem Auftreten von Herzinfarkten und Schlaganfällen untersucht. Die Schlafqualität wurde mit einem Fragebogen untersucht, der Effizienz und Dauer dokumentierte. Es zeigte sich, dass bei Ein- und Durchschlafproblemen die Herzinfarktrate und die Schlaganfallrate deutlich erhöht war. Interessanterweise war häufiges Aufwachen sowie kurzer Schlaf und Tagesmüdigkeit nur mit koronarer Herzerkrankung verbunden, nicht mit der Schlaganfallhäufigkeit.

Süßstoffe erhöhen Diabetesrisiko

C. Diehm

Viele meinen, sie würden ihrer Gesundheit mit Süßstoffen etwas Gutes tun. Ärzte der University of Adelaide untersuchten 20 Probanden, die über einen Zeitraum von 2 Wochen konsequent süßstoffhaltige Pillen einnahmen. Aufgrund der Dosierung entsprach das etwa 1,2 bis 1,5 Liter eines künstlich gesüßten Getränkes pro Tag. 20 Kontrollpatienten bekamen zum Vergleich Placebopillen. Die Ergebnisse zeigten, dass bei den süßstoffkonsumierenden Studienteilnehmern deutlich mehr Zucker aufgenommen wurde. Der Unterschied lag bei 20%. Entsprechend waren auch die Blutzuckerwerte im Schnitt um 24% höher. Menschen, die regelmäßig zu „light“-Getränken greifen haben häufiger nach der Mahlzeit höhere Zuckerkonzentrationen. Dadurch wird die Entwicklung eines Typ II-Diabetes klar begünstigt.

FAZIT: Am besten Finger ganz weg von Süßstoffen!

Fetter Meeresfisch stoppt diabetische Retinopathie

C. Diehm

Bekanntlich führt die Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) häufig zu einer Erkrankung der Netzhaut des Auges. Durch eine spezifische Schädigung der kleinsten Blutgefäße am Auge (Mikroangiopathie) wird die Netzhaut geschädigt.

Spanische Forscher untersuchten jetzt in der PREDIMED-Studie den Einfluss von verschiedenen Diäten auf diese Erkrankung des Augenhintergrundes. Die Studie zeigte, dass über den Untersuchungszeitraum von 6 Jahren die Häufigkeit der Augenhintergrundveränderungen bei Diabetikern durch ausreichend Omega3-Fettsäuren halbiert werden konnten. Die Forscher folgern: „Um die empfohlene Menge an Omega-3-Fettsäuren aufzunehmen, reicht es schon, 2 mal in der Woche fetten Meeresfisch zu essen“.

Vorsicht mit Vitamin B

C. Diehm

In einer jetzt in der internationalen Zeitschrift für klinische Onkologie veröffentlichten Studie über einen Zeitraum von 12 Jahren untersuchten Ärzte die Auswirkung der Einnahme hoher Dosierungen von Vitamin B6 und B12 hinsichtlich des Auftretens von Krebs. Überraschenderweise fand sich in der Gruppe mit diesen B-Vitaminen behandelnden Patienten ein 2-4-fach höheres Lungenkrebsrisiko. Ganz unheilvoll war die Kombination mit Rauchen. In Verbindung mit der Vitamin B-Einnahme war hier das Risiko für Lungenkrebs sogar 4-fach erhöht. Also bitte Vorsicht mit unkontrollierten Einnahmen von B-Vitaminen. Sprechen Sie die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel immer mit Ihrem Hausarzt ab.

Nüsse sind gesund

C. Diehm

Als regelmäßiger Bestandteil unserer Ernährung haben Nüsse eindeutig günstige Effekte. Das gilt für die Arterioskleroseentstehung sowie für Herzinfarkt und Schlaganfall. Jetzt hat sich aber auch gezeigt, dass das Auswirkungen hat auf die Prognose von Darmkrebs-Patienten. Eine Studie des Onkologen Fadelut et. al. zeigte, dass, wer mehr als 2 Portionen Nüsse pro Woche aß, ein um 42% verringertes Risiko für eine erneute Krebserkrankung hatte. Zudem zeigte sich bei den „Nuß-Essern“ eine 57% höhere Wahrscheinlichkeit für das Gesamtüberleben.

Wichtig: die Effekte zeigten sich nur bei Baumnüssen wie Hasel-,Walnüssen, Mandeln, Cashew-Kernen, Pekan-Nüssen, Erdnüsse und Erdnussprodukte hatten keinen so günstigen Effekt gezeigt.

Diabetiker müssen gar kein Idealgewicht haben

C. Diehm

Eine neue Metaanalyse von zusammengefaßten 20 Studien an etwa 250016 Patienten zeigt, dass die Gesamtsterblichkeit bei Diabetikern bei einem Body-Maß-Index (BMI) von 25-30 signifikant um 18% geringer war als bei normalgewichtigen Patienten. Bei Adipositas/Fettleibigkeit (BMI über 30 Kg/m2) lag nur bei älteren Patienten eine 31%ige Reduktion der Gesamtsterblichkeit vor. Die Autoren fordern weitere Studien  zu dieser Thematik, zumal Faktoren wie körperliche Aktivität oder Verteilung des Körperfettes bei dieser Untersuchung nicht berücksichtigt wurde.

Heiserkeit vorbeugen

C. Diehm

Wenn Heiserkeit mal mehr als 2-3 Wochen anhält, sollten Kehlkopf und Stimmbänder unbedingt vom Hals-Nasen-Ohren-Arzt untersucht werden. Meist sind Virusinfekte die Ursache. Besonders lästig für Menschen, die viel sprechen müssen. Auch Stress und Staub kann zur Heiserkeit führen.

Was kann man prophylaktisch tun?

Die Stimmbänder sollten feucht gehalten werden. Naturmedizinisch z.B. mit Salbei oder ätherischen Ölen und mit Salz. Es gibt auch spezielle Halstabletten (z.B. GeloRevoice®). Es handelt sich dabei um einen Hydrogel-Wirkstoffkomplex mit Hyaluronsäure.

Vitamin D-Mangel

C. Diehm

Ob ein Vitamin D-Mangel vorliegt oder nicht, zeigt sich am Blutspiegel des 25(OH)D-Wertes. Experten haben keinen Zweifel daran, dass eine ausreichende Vitamin D-Versorgung in der Bevölkerung in Deutschland alleine durch den Konsum von Vitamin D-reicher Nahrung und regelmäßigem Sonnenlicht kaum geschafft werden kann. Der Durchschnittsdeutsche hat am Ende der Wintermonate in aller Regel einen ausgeprägten Vitamin D-Mangel.

Wenn die gefundenen Spiegel im Blut sehr niedrig sein sollten, wird heute empfohlen, dass man 100.000 IE als Initialdosis genommen wird, um die leeren Speicher aufzufüllen. Die Langzeit-Behandlung sieht dann so aus, dass 800 IE/Tag empfehlenswert sind bzw. 20-25000 IE pro Monat. Wenn die Vitamin D-Spiegel anfangs sehr niedrig waren, empfiehlt sich eine Kontrolle nach Ablauf von 6 Monaten.   Als Normalwert sehen wir heute einen Spiegel von 30 ng/ml an. Das wird als optimaler Wert angesehen.

„Blutverdünnung“ bei Beinvenenthrombose

C. Diehm

Ein halbes Jahr reicht oft nicht

In der Vergangenheit mussten Patienten mit einer akuten Thrombose oder einer Lungenembolie in den ersten Tagen mit einer „Bauchspritze“ (niedermolekulares Heparin) behandelt werden. Im Anschluss erfolgte eine Therapie mit sogenannten Vitamin-K-Antagonisten für 3-6 Monate.

Neuerdings können „Thrombose-Patienten“ und auch Patienten mit einer Lungenembolie mit modernen, neuen Gerinnungshemmern behandelt werden, die viele Nachteile der alten Gerinnungshemmer wie Marcumar nicht mehr haben.

Man muss keine regelmäßigen Kontrollen der Blutgerinnung durchführen. Es gibt keine Interaktionen mehr mit Nahrungsmittel.

Auch das Überbrücken von blutigen Eingriffen unter der gerinnungshemmenden Therapie ist deutlich einfacher geworden.

Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Thrombose in den Beckenvenen (hochsitzende Thrombose) und die Lungenembolie, das höchste Risiko für erneut auftretende Gerinnselbildung haben.

Eine neue Studie hat jetzt gezeigt, das „Thrombosepatienten“ erheblich davon profitieren, wenn sie mit dem neuen Medikament nicht 6 Monate, sondern 12 Monate lang behandelt werden. Die Thromboserate konnte durch die Verlängerung der Therapie von 9,3% auf 2,3% gesenkt werden. Erfreulicherweise traten durch die Verlängerung der gerinnungshemmenden Behandlung nicht mehr Blutungskomplikationen auf.

Herzrisiko – Stehen genauso schlecht wie sitzen

C. Diehm

Eine neue kanadische Studie an 7320 zu Beginn der Untersuchung herzgesunden Beschäftigten ergab, dass Stehen im Beruf für das Herz noch ungünstiger zu sein scheint als das Sitzen.

Im Laufe von einem Jahr traten bei 3,4% der Studienteilnehmer eine Herzkrankheit auf (Herzinfarkt oder Herzleistungsschwäche). Wenn man sitzende Tätigkeit mit stehender Tätigkeit vergleicht, dann war beim Stehen das Herzrisiko doppelt so hoch. Was sich dagegen sehr günstig auswirkte, war ein Wechsel von Stehen, Sitzen und Gehen während der Arbeit. Eine solche Kombination halbiert das Herzrisiko, wie jetzt in der amerikanischen Zeitschrift für Epidemiologie zu lesen war.

Ibuprofen erhöht Blutdruck

C. Diehm

Das antientzündlich wirkende Schmerzmittel Ibuprofen bekommt man in der Apotheke ohne Rezept. Man muss aber bedenken, dass dieses Medikament den Blutdruck deutlich erhöhen kann.

Wir wissen, dass diese Medikamentengruppe der nicht steroidalen Antirheumatika das Herzinfarktrisiko erhöht und möglicherweise spielt dabei ein blutdruckerhöhender Effekt dieser Medikamente eine Rolle. Eine jetzt veröffentlichte Klinikstudie zeigte, dass Ibuprofen den 24-Stunden-Blutdruck um 4mmHg erhöht. Diese Tatsache muss natürlich auch bei der Bluthochdruckbehandlung berücksichtigt werden.

Stretching vor dem Training sinnvoll?

C. Diehm

Amateursportler und Profis machen Stretching häufig vor sportlich muskulären Belastungen, weil sie der Auffassung sind, dadurch Muskelkrämpfen vorzubeugen. Eine aktuelle Studie zeigte jetzt, dass Dehnungsübungen zwar den Bewegungsumfang von Gelenken verbessern können, muskuläre Krämpfe können aber durch Stretching bzw. Dehnübungen nicht verhindert werden.

Warum sterben mehr Frauen an einem Herzinfarkt als Männer?

C. Diehm

In Deutschland wird fast jeder vierte Todesfall durch ein krankes Herz verursacht. Das sind 208000 Herztote pro Jahr. Zum Vergleich: im Straßenverkehr sterben täglich 3214 Menschen

Dabei sind entgegen der gängigen Meinung Frauen häufiger betroffen als Männer. 2014 starben etwa 97000 Männer an einem Herzproblem und rund 111000. Der Grund dafür ist ziemlich heimtückisch. Bei einem Herzinfarkt zeigen Männer meist die klassischen Symptome wie heftige Schmerzen, die häufig in den linken Arm strahlen, ein Engegefühl in der Brust, Schweißausbrüche, eine fahle Gesichtshaut. Frauen dagegen leiden unter Übelkeit, Brechreiz oder Schmerzen im Oberbauch. Frauen legen sich dann ins Bett und glauben, sie hätten etwas Falsches gegessen. Im Schnitt ruft eine Frau 45 Minuten später den Arzt als ein Mann. Sie verliert also wichtige Zeit. Noch dazu haben sie kleinere Herzkranzgefäße – beim Katheter ist das Risiko einer Komplikation daher größer.